Über mich

Für meine Arbeit mit hochsensiblen und hochbegabten Menschen spielt meine autobiographische Erfahrung mit diesen Veranlagungen eine zentrale Rolle. Anfang 2019 erfuhr ich von meiner eigenen Hochsensibilität und Hochbegabung, was für mich ein sehr einschneidendes Ereignis war. Vor allem mein berufliches Leben war bis dahin in unzähligen Schlangenlinien verlaufen und nach langen Jahren des auf der Suche Seins erhielt ich schlagartig eine Antwort auf alle Fragen.

​​​Meine fachliche und persönliche Qualifikation

Mit der bewussten Erkenntnis über meine Veranlagungen kam der starke Wunsch in mir auf, zu diesen Themen eine professionelle Ausbildung zu machen, die zum Inhalt meiner zukünftigen Berufsausrichtung werden sollte. So fand ich – besser: sie fand mich! – die Ausbildung zur psychologischen Beraterin/zum psychologischen Coach für Hochsensitivität und Hochbegabung bei Eliane Reichardt, die ich Ende Februar 2020 abschließen durfte. Eng verknüpft mit den wissenschaftlich vermittelten Inhalten und Zusammenhängen erhielt ich eine detaillierte Aufklärung darüber, welch umfangreichen Einfluss meine unerkannte Hochsensitivität und Hochbegabung auf mein bisheriges Leben genommen hatten.

Das tiefgründig erarbeitete Wissen über dieses angeborene Persönlichkeitsmerkmal ist die Erklärung für alle meine biographischen Prägungen - mein bisheriger kurviger Weg ist jetzt rückblickend nachvollziehbar. Ein wertvoller Schatz, den ich durch meine während der Ausbildung durchlaufene Persönlichkeitsentwicklung nach und nach "ausgraben" durfte.

Mit Kindern auf Augenhöhe

Durch meine derzeitige Weiterbildung zur Familienbegleiterin nach bindungs- und beziehungsorientierten Ansätzen ist es mir außerdem ein persönliches Anliegen und Herzenssache zugleich, den Blick unserer Gesellschaft und aller darin tätigen Erwachsenen in unterschiedlichsten Funktionen auf unsere Kinder – sei es als Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen oder anderweitig mit Kindern Zusammenwirkenden – zu einem gleichwürdigen und stärkenorientierten zu machen. Ich biete meine Unterstützung an, die eigene Wahrnehmung kindlichen Verhaltens durch Reflexion und Bewusstmachung konstruktiv und Schritt für Schritt positiv zu gestalten.

Zu meiner Biographie

Nach meinem Abitur war ich nahezu hilflos gegenüber den unzähligen Angeboten, die eigene berufliche Karriere gestalten zu können. Ich wusste nur – aufgrund diverser schulischer Erfahrungen – dass ich „etwas mit Sprachen“ und "etwas mit Menschen" machen wollte. Wie und in welchem Bereich war mir allerdings nicht ganz klar. Von meinem ersten Impuls, Übersetzerin und Dolmetscherin zu werden, wurde mir abgeraten, da man „damit nichts verdienen könne“ (was nie mein primäres Ziel sein sollte).

Ich entschied mich für das Studium der Romanistik mit Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften und den Sprachen Französisch und Spanisch. Im Studium Generale wählte ich begleitend Italienisch dazu. Die Frage meines Umfelds „Und was macht man später mal damit?“ war mein ständiger Begleiter und ich wusste darauf leider selbst nie eine Antwort. Ich machte diverse Praktika und verbrachte ein Auslandssemester in Südfrankreich (Perpignan). Nach meinem Master-Abschluss 2008 begann ein langjähriger Bewerbungsmarathon mit unzähligen Umwegen (die damalige wirtschaftliche Lage erwies sich dabei nicht gerade als begünstigend), der zwar wenig erfolgreich, dafür in meinen persönlichen Erfahrungen dabei aber rückblickend unbezahlbar war. Mein Scheitern sollte mein inneres Wachstum sein.

Im weiteren Verlauf verbrachte ich zwei Semester an der pädagogischen Hochschule in Karlsruhe (Lehramt an Grund- und Hauptschulen), das ich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht fortführte. Schließlich kam ich wieder auf meinen Ursprungsgedanken zurück: Ich schrieb mich für einen zweiten Masterabschluss in Translations-, Sprach und Kulturwissenschaften ein (Universität Mainz/Germersheim), um dann als Übersetzerin selbständig zu arbeiten. So wollte ich mir meine Begeisterung für Fremdsprachen und zwischenmenschliche Kommunikation im beruflichen Alltag zunutze machen.

Hochsensibilität und Hochbegabung im eigenen Familienalltag

Daraufhin nahm ich mir zunächst die Zeit für das eigene Familienleben und durchlebte auch gerade in dieser Phase – Geburt und Aufwachsen meiner Kinder – die Komplexität und Intensität der beiden Veranlagungen Hochsensibilität und Hochbegabung. Zuerst noch "ahnungslos", dann nach und nach mit dem Wissen, dass diese beiden Themen für unsere Familie eine wesentliche Rolle spielen. Das kontinuierlich erworbene Wissen darüber lieferte mir alle Antworten.

 

Als ich davon erfuhr, wollte ich in diesem Bereich eine professionelle, berufsbildende Ausbildung machen. Ich wusste: „Wenn ich diese Ausbildung mache und zukünftig in diesem Bereich beruflich tätig bin, dann macht alles bisher von mir Durchlebte einen Sinn.“

Und so stehe ich mit meiner persönlichen, vielschichtigen (Lebens-)Erfahrung, meiner fachlichen Kompetenz und meinem Wissen um das besondere Geschenk von Hochsensitivität, Hochbegabung und Synästhesie gerne und mit großer Leidenschaft beratend zur Verfügung.

eva gredel

PSYCHOLOGISCHE BERATERIN FÜR
HOCHSENSIBILITÄT UND HOCHBEGABUNG
FAMILIENBEGLEITUNG

MEINE MOTIVATION ALS UNTERSTÜTZUNG FÜR RATSUCHENDE

Beim Aufspüren und vor allem beim behutsamen Heben dieses Schatzes möchte ich meine Klienten begleiten und sie so an ein sinnstiftendes Leben und Arbeiten heranführen. Mit dem Hintergrundwissen über die eigene Hochsensitivität und Hochbegabung ergeben sich Antworten, die jeden erlebten Kontext begreifbar und im Nachhinein verständlich machen. Das stellt den zentralen Unterschied in der persönlichen Wahrnehmung und des sich daraufhin entwickelnden neuen Selbstgefühls dar.

Auf diesem Weg begleite ich auch Familien mit ihren Kindern unterschiedlichen Alters, da sich die unerkannten Merkmale gerade im täglichen Zusammenleben häufig als Hindernis für eine authentische Beziehung auf Augenhöhe erweisen. Vielerorts kommt es zu Missverständnissen bis hin zu Machtkämpfen, weil intensive Gefühle, Willensstärke oder permanente Reizüberflutung zu unzähligen Reibereien führen können. Ist man sich diesen als Eltern bewusst, kann der Familienalltag zwar weiterhin anspruchsvoll in seiner Komplexität, aber erklärbar sein und damit durch ein gezieltes Verständnis füreinander wertschätzend gestaltet werden.

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© 2020 Eva Gredel